Willst Du glücklich sein …

Wie zum Jahresausklang die Rückschau, so gehört zum Jahresbeginn der Blick nach vorn:

  • Wünsche und Bedürfnisse hervorholen
  • Ziele definieren
  • Meilensteine und Teilziele festlegen
  • Grob- und Feinplanung ausarbeiten
  • und schließlich die nächsten Schritte vorbereiten

So in etwa gehen wir auch in der Laufbahnberatung bei einer Neuorientierung vor.

Dabei entspricht der Jahresausklang ungefähr der Standortbestimmung; denn um neue Ziele und die Wegstrecke dorthin festzulegen, müssen Sie sich erst einmal verorten, wo Sie jetzt gerade stehen und wie Sie hierher gekommen sind.

Tja, das habe ich nun gestern im Kleinen für mich gemacht; Denn Rückblick und Vorausschau haben doch den Charakter einer Neuorientierung, nicht wahr?

Da kam mir plötzlich dieser Spruch in den Sinn:

Willst du glücklich sein im Leben,
trage bei zu and’rer Glück.
Denn die Freude, die wir geben,
kehrt ins eigene Herz zurück.

Warum gerade dieser Reim, der, sagt man ihn so vor sich hin, irgendwie aus der Zeit gefallen zu sein scheint.

Er wurde früher in Poesie-Alben geschrieben.

Weder hatte ich meines zur Hand noch kann ich mich erinnern, ob dieser Spruch überhaupt darin zu finden ist, noch weiß ich, wo dieses Poesie-Album steckt.

Wann haben Sie zum letzten Mal in Ihrem Poesie-Album geblättert?

Wer weiß, was Sie darin Anregendes zum Anknüpfen an frühere Beziehungen oder zum Nachdenken finden …
Es könnte sich lohnen.

Mir gibt es jedenfalls reichlich Stoff, darüber nachzudenken, warum mir dieser Spruch gerade in dem Moment einfällt, wenn ich über meine Jahresziele und Wünsche in Bezug auf mein Beratungsangebot nachdenke.
Das bedeutet wohl noch ein bisschen inneres Suchen.

Ist es (k)ein Beratungsmotto?

Ist es meine Aufgabe als Beraterin, Sie als meine Klientin glücklich zu machen?

Natürlich möchte ich, dass es Ihnen gut geht und dass Sie zu sich und Ihrer Aufgabe finden.

Aber die Verantwortung dafür liegt bei Ihnen, nicht wahr?
Ich kann in der Beratung etwas „beitragen“, Sie aufmerksam machen auf das, was am Wegesrand für Sie bereit liegt, was Sie schon in Ihrem „Lebens“Korb eingesammelt haben und somit bei Gelegenheit als Ressource nutzen können. Sie wiederum können sich mit mir beraten, wenn Sie beispielsweise vor der nächsten Entscheidung unsicher sind und mich als Sparringspartnerin brauchen.

Insofern trage ich sehr gern zu Ihrem Stückchen Glück bei.
Aber glücklich machen kann ich Sie nicht.

Wo ist eigentlich Ihr Poesie-Album?
Hatten Sie eines?
Stöbern Sie doch mal danach und vertiefen Sie sich in seine Seiten. Erinnern Sie sich an die Menschen, die Ihnen darin etwas mitgeben wollten.

Was sagt Ihnen das heute noch?
Hat es noch irgendeine Bedeutung für Sie? Wenn ja, welche?
Oder ist der Inhalt ebenso verblichen wie die Seiten darin?

Während ich jetzt so über Glück, Lebensaufgaben und Poesie-Album schreibe, taucht nun tatsächlich in meiner Erinnerung ein ganz wichtiger Spruch auf, den mir ein Lehrer hineingeschrieben hat und der mich sehr geprägt hat.

Dazu vielleicht mehr in einem späteren Beitrag. Die Gedanken dazu müssen sich erst noch formen.

Erfolge feiern

Dies ist die letzte Aufgabe in Claudia Kauscheders Minikurs zum Jahresausklang.

Ja, Erfolge zu feiern, ist ein ganz wichtiges Element, um gut für uns zu sorgen. Gerade wir Frauen vergessen das Feiern unserer Erfolge immer wieder.

Warum ist das Feiern unserer Erfolge wichtig?

Weil Feiern grundsätzlich zu unserem Menschsein dazugehört. Unser Leben ist nämlich nicht nur ein Kampfplatz. Wenn wir das Feiern unserer Erfolge vernachlässigen, werden diese zu Ergebnissen unserer Leistungsgesellschaft, der Tribut an den Homo öconomicus.

Um diesem Menschenbild nicht als vorrangig anheim zu fallen, erscheint es mir lohnenswert, meine Erfolge aufzudecken, um sie dann wertschätzend feiern zu können.

Und so ging es mir:

Als ich mich vor diese Aufgabe gestellt sah, sank mir das Herz, weil ich dieses Jahr wirklich als ein schwieriges erlebt habe. An Erfolge gar nicht zu denken.

„Wo sind sie denn? In diesem Jahr bin ich doch wirklich nur auf der Schwelle getreten. Nichts hat sich zum Positiven gewendet. Erfolge? – Keine Spur.“

Also wieder kein Artikel von mir, mit dem ich mich zeigen oder bei Challenges, Blogparaden mitmachen könnte.

Das erfüllt mich natürlich mit Traurigkeit, und Unruhe.
Nachts, aufgeweckt von unruhigen Träumen, immer wieder die Frage:
„Was treibst Du denn die ganze Zeit? Wo sind denn Deine Erfolge? – Hast Du wirklich keine? Oder geht es Dir wie vielen der Frauen, die zu Dir in die Beratung kommen: Du hast vergessen, darüber nachzudenken?“

Also gut, dann mache ich mich mal an die Denkarbeit und bitte meine Sparringspartnerin, Angelika, dazu, eine wohlwollende Zuhörerin, die mit Fragen nachhilft.

Was hattest Du für 2016 geplant?
Was hast Du durchgeführt?
Und Was hat statt gefunden bzw. ist auf irgendeine Weise gelungen?

Im März bin ich dem Aufruf von Gordon Schönwälder gefolgt, der zur Teilnahme an seinem Kurs „Werde zum Podcast-Helden“ aufgerufen hat.
Zur Heldin bin ich wahrlich nicht geboren und ich verstehe auch gar nicht, warum heute alle Helden sein wollen. Wissen sie eigentlich, wie viele Abenteuer man als Held bestehen muss? Dass es einen riesenhaften Einsatz und Mut braucht, um im besten Fall als Held hervorzugehen? Wenn die Heldentat nicht gelingt, na dann gute Nacht …
Um es gleich frank und frei auszuplaudern: Ich bin noch ziemlich am Anfang meiner „gefühlten“ Heldenreise, habe mich aber auf den Weg gemacht und habe auch schon das erste Abenteuer hinter mich gebracht, wie Sie in meinem ersten Beitrag zu Claudias jahresausklang lesen können (Verlinkung).

Inzwischen habe ich das Abenteuer bestanden. Mein Podcast wurde noch nicht vom bösen Drachen aufgefressen. Er nimmt gerade wieder Fahrt auf.

Ist das ein Erfolg, Angelika?

Na klar!
Erstes Abenteuer erfolgreich gemeistert. Das hättest Du nicht gedacht, hm?
Aber jetzt musst Du auch dranbleiben; denn die Reise ist noch nicht zu Ende und der Drache wartet schon an der nächsten Ecke.

OK, halten wir fest: Mein Podcast ist noch auf dem Weg. Erfolg Nummer eins.

Schauen wir weiter:

Anfang April startete meine Webinar-Reihe „Wissenswertes rund um Ausbildung und Studium“ in sieben Folgen.
Meine Idee dahinter war, Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern Hintergrundinformationen zu liefern, die für die Ausbildungs- oder Studienentscheidung wichtig sind. Durch meine jahrelange Arbeit in der Berufsberatung bin ich Expertin auf diesem Gebiet. In meinem Ummfeld höre ich von Eltern, die sich um die Zukunft ihrer Kinder richtig sorgen machen. Das war der Impuls für mich.
Ich wollte mit meinen Webinaren Eltern und Schüler gleichermaßen erreichen und ihnen meine Begleitung anbieten; denn Angst und Sorge sind keine hilfreichen Begleiter für gute Entscheidungen.
In den Webinaren bekommen sie etwas von mir und können mich kennenlernen. Wenn sie meine Art mögen und Vertrauen zu mir gewonnen haben, kann sich eine vertrauensvolle Beziehung entwickeln, die es möglich macht, dass sie sich mit mir zu ihrer Studien- und Beruswahl beraten wollen.
Das ist nicht gelungen. Ich habe die Zielgruppe nicht erreicht. Weder Schülerinnen noch Eltern haben an meinen Webinaren teilgenommen. Das tut mir sehr leid und stellt weitere Fragen.

Positiv zu bewerten ist, dass ich die Webinar-Reihe konzipiert und sie inzwischen zweimal durchgeführt habe.
Das ist Erfolg Nummer zwei.

Was noch? ..
Denk nach …

nichts mehr, abgesehen davon, dass ich im September eine unvorhergesehene Notoperation gut überstanden habe und noch am Leben bin. Das ist doch auch etwas oder nicht?

So, das sind meine Erfolge in 2016.
Und wie feiere ich diese nun?

„na ja, meine Liebe“, sagt Angelika, „erst einmal hast Du sie überhaupt zur Kenntnis genommen. Du kannst sie anschauen, wertschätzen und Dich daran freuen. Vorher warst Du ja noch der Meinung, es gebe gar keine Erfolge in diesem Jahr. Jetzt, da Du sie Dir bewusst gemacht und gewürdigt hast, kannst Du schauen, ob und was Du besser machen kannst.
Du kannst festhalten, was Du daraus gelernt hast und ganz sicher hast Du etwas gelernt. Das kommt in den Korb. Vielleicht sind es kleine Früchte. Das macht aber nichts. Auch kleine Früchte schmecken gut. Denk an Johannisbeeren oder Brombeeren. Die magst Du doch so gern. Obwohl sie oft sauer und klein sind, schmecken sie dir gut.
Ja, ja, Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommst Du …

Gut, ich habe verstanden:
Eine Heldin bin ich nicht, aber die Gruppe der Podcast-Helden hat mich schon mal in ihren Kreis aufgenommen und ich kann mich noch bewähren. Mal sehen, von welchen Abenteuern meiner Heldenreise ich Ihnen noch berichten kann.

Fassen wir also zusammen:

Die Webinare sind konzipiert. Ich werde sie weiterführen und anpassen, im Vertrauen auf ein bekanntes Werk des Abendlandes, dass es mindestens sieben mal sieben Begegnungen braucht, bis wir unsere Muster verändern.

Hey, hast Du nicht einmal gesagt, Du seiest keine Plaudertasche? Jetzt hast Du aber ganz schön viel vom Leder gezogen. Vielleicht bist Du jetzt mal besser wieder einb bisschen still, ehe Du noch mehr ins Schwatzen kommst.

OK, einverstanden.
Dann lasse ich jetzt meine Leserinnen zu Wort kommen.
Möchten Sie mir etwas sagen oder von Ihren Erfolgen erzählen. Nur Mut!

Weihnachtsgruß

Ich wünsche Dir, Ihnen und allen Leserinnen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Nein, Frohsein und Besinnlichkeit sind keine Gegensätze, die es nur schwer miteinander aushalten. Besinnlichkeit gibt dem Frohsein etwas Tiefe oder auch Ernsthaftigkeit. Frohsein wiederum gibt der Besinnlichkeit ein bisschen Glanz und verhindert, dass diese in Melancholie oder Grübelei abgleitet.

Beide passen also sehr gut zusammen, gerade an den Weihnachtstagen.
Ich habe dieser Tage vor Weihnachten an Menschen, an die ich immer wieder gern denke, weil sie mir wegen ihrer Freundlichkeit wichtig geworden sind, ein Kärtchen oder eine Kleinigkeit geschickt.
Und was höre ich da neben dem Dankeschön?
„Wäre doch nicht nötig gewesen.“
Was heißt das, „Wäre nicht nötig gewesen“? Wie sonst kann ich Ihnen ein Zeichen geben, dass ich an Sie denke und dass Sie das auch spüren?

In diesen Tagen der Verunsicherung, der Entwurzelung und Vereinsamung ist die Pflege unserer mitmenschlichen Beziehungen sehr wichtig.
Jeder von uns braucht Zugehörigkeit. Das kann man schon bei kleinen Kindern beobachten, wenn sie schon sehr früh ohne Aufforderung irgendeine kleine Aufgabe übernehmen, um etwas beizutragen und auf diese Weise ihre Zugehörigkeit zu zeigen.

Um der Zugehörigkeit Willen geben viele Menschen ihr Bestes, zum Guten und zum Bösen.

Schaffen wir also gute Gelegenheiten, die Zugehörigkeit ermöglichen.

In diesem Sinne: frohe und besinnliche Weihnachtstage im Schein der Kerzen 🙂

Gedanken einer Kerze

Ihr habt mich angezündet und schaut –
nachdenklich und versonnen – in mein Licht.
Vielleicht freut ihr euch auch ein bisschen dabei.

Ich jedenfalls freue mich, dass ich brenne.
Wenn ich nicht brennen würde, läge ich in einem Karton
mit anderen Kerzen, die auch nicht brennen.
In so einem Karton haben wir überhaupt keinen Sinn.
Da liegen wir nur herum.

Einen Sinn habe ich nur, wenn ich brenne – und nun brenne ich.
Aber seit ich brenne, bin ich schon ein wenig kürzer geworden.
Das ist schade, denn so kann ich mir ausrechnen, wann ich nur noch ein kleines Stümpfchen bin.

Aber so ist es – es gibt nur zwei Möglichkeiten:
Entweder ich bleibe ganz und unversehrt im Karton, dann werde ich nicht kürzer, dann geht mir überhaupt nichts ab –
aber dann weiss ich nicht, was ich eigentlich hier soll.

Oder ich gebe Licht und Wärme, dann weiss ich,
warum ich da bin, wofür ich da bin –
dafür muss ich aber etwas geben: von mir selbst – mich selber.
Das ist schöner als kalt und sinnlos im Karton.

So ist es bei euch Menschen auch, genauso!
Entweder ihr bleibt für euch, bleibt allein, dann passiert euch nichts. Dann geht euch nichts ab, aber dann
wisst ihr eigentlich auch nicht so recht, warum.
Dann seid ihr Kerzen im Karton.

Oder ihr gebt Licht und Wärme.
Dann habt ihr Sinn. Dann freuen sich die Menschen, dass es euch gibt.
Dann seid ihr nicht vergebens da.

Aber dafür müsst ihr etwas geben:
von euch selber, vor allem was in euch lebendig ist:
von eurer Freude, eurer Herzlichkeit, von eurer Treue, eurem Lachen, von eurer Traurigkeit, von euren Ängsten, von euren Sehnsüchten,
von allem, was in euch ist.

Ihr braucht keine Angst zu haben, dass ihr dabei kürzer werdet.
Das ist nur äußerlich. Innen werdet ihr heller!

Denkt ruhig daran, wenn ihr in eine brennende Kerze schaut –
denn so eine Kerze seid ihr selbst.

Ich bin nur eine kleine, einzelne Kerze. Wenn ich alleine brenne,
dann ist mein Licht nicht groß und die Wärme, die ich gebe,
ist gering. Ich allein – das ist nicht viel.

Aber mit anderen zusammen ist das Licht groß und die Wärme stark.
Bei euch Menschen ist das genauso. Einzeln ist euer Licht nicht gewaltig und die Wärme klein. Aber zusammen mit anderen,
da seid ihr viel.

Licht ist ansteckend!

Und noch etwas: manchmal geschieht es,
dass im Haus plötzlich das Licht ausgeht.
Dann ist es unerwartet finster.
Wird aber eine Kerze angezündet, ist die Dunkelheit überwunden –
mit einem einzigen Licht!

Es ist nicht alles gut in dieser Welt, vieles ist finster und kalt.
Viele klagen und schimpfen darüber. Manche hören überhaupt nicht auf, sich und anderen vorzujammern, wie miserabel es allen geht.

Aber ein einziges Licht, das brennt, ist mehr als alle Dunkelheit.
Lasst euch Mut machen und wartet nicht auf die anderen.
Lasst euch anzünden, brennt und leuchtet und wärmt.

Das ist der Sinn eures Lebens, wie es der Sinn der einfachen Kerze ist.
Und wenn ihr Zweifel habt, ob dies auch stimmt, dann zündet eine Kerze an – und schaut in die lebendige Flamme und begreift das Gleichnis.

(Autor unbekannt)

Zum Jahresausklang

Gut mit dem zu Ende gehenden Jahr 2016 abschließen, nebenbei noch einige Erfolge sichern und dadurch ein Stück Zufriedenheit ins neue Jahr vorausschicken, das ist das Ziel des Minikurses, zu dem Claudia Kauscheder vom Abenteuer Home-Office eingeladen hat.

In einer vorangestellten Umfrage haben sich die meisten für das Thema ausgesprochen, unfertige Projekte abschließen zu wollen.

Weil dies angesichts der verbleibenden Zeit zu ziemlichem Abschlussstress führen kann, hat Claudia eine Entscheidungsmatrix zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe wir uns erst einmal entscheiden müssen, welche Projekte uns so wichtig sind, dass wir sie abschließen wollen oder müssen. Dabei könnte uns ja auch klar werden, dass manch ein Projekt ein ziemliches Schattendasein führt, unseren Schreibtisch unnütz belagert und nur von einer Ecke in die andere verschoben wird. Ist es nicht erleichternd, wenn wir uns von diesen mitgeschleppten Ballast verabschieden?

Zur Aufgabe dieser „work in progress“ gehört es, über die Ergebnisse auf unserem Blog zu berichten. Auf diese Weise lassen wir andere an unseren Freuden und Leiden teilhaben.

Daher an dieser Stelle  der Bericht über meine Vorhaben und unfertigen Projekte, die ich sicher huckepack über die Jahresschwelle tragen werde.

Über eigene unfertige Projekte zu schreiben und dies auch noch im eigenen Blog, das befremdet und fällt mir nicht leicht. Jedoch gehört Scheitern zum Leben und wer weiß, was es an Hilfen bringt.

Wie soll nun mein 2016 ausklingen?

Was will oder kann ich noch abschließen oder wenn das nicht möglich ist, wovon will ich mich verabschieden?

Zwei Projekte liegen mir da am Herzen: Das eine ist die Überarbeitung der Website praxis-ressources.de. Sie braucht einen neuen Anstrich und muss lebendiger werden.

Das werde ich aber nicht mehr hinkriegen bis zum Jahreswechsel. Aber ich arbeite im Hintergrund daran.

Das zweite Projekt ist der Start meines Podcast und damit ist die Katze aus dem Sack; denn davon habe ich hier ja noch gar nichts erzählt.

Ja, ich will einen Podcast starten mit Interviews von interessanten Frauen, die davon erzählen, wie sie über Stock und Stein, über Berge und durch Täler zu einer interessanten Persönlichkeit geworden sind.

Ich lese gerne Biografien und höre Menschen zu, die davon erzählen, welche (Um)Wege sie gegangen sind, welche Türen sich leicht oder schwer für sie öffnen ließen und was ihnen dabei geholfen hat.

Ich merke bei mir selbst, wenn ich solchen Geschichten lausche, gehen meine Gedanken verborgene Wege und verweben sich zu neuen Ideen, ohne dass ich mich anstrengen muss.

Wenn das bei mir so ist, könnte das ja bei anderen auch so sein.

Da ich mit Frauen arbeite, die oftmals beruflich feststecken, sich aber nach Veränderung sehnen, ohne so recht zu wissen, wie oder wohin es gehen soll, könnte es geschehen, dass beim Zuhören  auch bei Ihnen so ganz leise Ideen auftauchen, locken und sich einschmeicheln.

Dann müssen diese Ideen aufgegriffen, in Form gebracht und umgesetzt werden. Dabei helfe ich gern.

Warum erzähle ich das hier in diesem Zusammenhang?

Nun, die Idee mit dem Podcast ist geboren. Aber haben Sie hier schon eine Episode gefunden?

Eben nicht, obwohl ich seit dem Sommer daran arbeite.

Und warum nicht, was ist das Problem?

Zwei Episoden habe ich aufgenommen. In der ersten wollte ich das Projekt einführen und mich vorstellen.

Diese ist missraten. Ja, sie ist wirklich missraten Und nun liegt das Ganze am Boden, weil ich doch die zweite Episode nicht vor der ersten veröffentlichen kann, nicht wahr?

„Was ist denn so schwierig daran, die erste einfach noch einmal aufzunehmen“, fragen Sie mich vielleicht etwas verwundert?

Nun, es handelt sich ja um Interviews. Also sind zwei Menschen daran beteiligt.

So auch bei meiner ersten Episode.

Ich hatte eine Kollegin gebeten, mit mir das Interview zu führen, mich zur Idee des Podcast zu befragen und so über ein Gespräch mit mir den Podcast aus der Taufe zu heben.

Anstatt dessen ist die Episode langweilig,  inhaltlich unpräzise geworden und kommt ganz bestimmt nicht als Appetizer daher.

Wenn ich sie noch einmal aufnehmen möchte, muss ich meiner Kollegin mitteilen, dass ich mit dem vorliegenden Ergebnis  unzufrieden bin, und zwar mit meinem Part, nicht mit ihrem.

Ist das nicht entsetzlich blamabel?

Es ist mir so peinlich, dass ich darüber in Stockstarre verfallen bin; denn meine Interviewpartnerin hat sehr wenig Zeit und hat sie sich für mich dennoch genommen.

Sie fragt sich sicher ohnehin, wo das Interview bleibt und wann ich damit endlich an die Öffentlichkeit trete. Ganz zu schweigen von meiner zweiten Interview-Partnerin, die ich damit ja auch im Wartestand halte.

Aber kennen Sie das? Man möchte unter die Decke kriechen und meint, damit sei das Problem aus der Welt.

Wenn ich dieses Problem nicht löse, gibt es keinen zufriedenen Jahresausklang. Das weiß ich.

Der Start meines Podcast sollte der inhaltliche Kern meines 2016 sein. Anstatt dessen klingt das Jahr aus mit dem Gefühl des Scheiterns und der Stockstarre – quasi ein verlorenes Jahr.

Das ist schwer hinzunehmen, nicht wahr, dass Peinlichkeit und Stockstarre einen Jahresinhalt zunichte machen.

Haben Sie einen Vorschlag für mich, mit dem ich noch etwas Wohlklang in den Ausklang bekomme?

Charakterstärken

Blogparade zum Thema #WassindStärken?

Obwohl dies ein sehr spannendes Thema ist, wollte ich mich gerade jetzt nicht daran beteiligen, weil das Thema so komplex ist und hier auch schon sehr viele Aspekte beleuchtet wurden.

Dann las ich in der vergangenen Woche den Beitrag von
Lars Hahn auf Systematisch Kaffeetrinken.de
Berufliche Stärken per Systematisch Kaffeetrinken erkunden
der mich doch so richtig ins Nachdenken gebracht hat.

„Charakterstärken“ weiterlesen

Von der Berufswahl zur Zufriedenheit im Beruf

Wie geht das?

In jungen Jahren wählen wir eine Ausbildung oder ein Studium, das schon irgendwie zu uns zu passen scheint. Wenn wir gut auf uns aufpassen, Möglichkeiten nutzen und auch einmal etwas wagen, öffnen sich im Laufe unserer Berufstätigkeit Türen, die uns immer mehr mit unseren Interessen und unserem Können in Verbindung bringen, bis wir im besten Fall in unsere Berufsrolle hineingewachsen sind und wir unsere Berufsidentität gefunden haben.

Den „richtigen Beruf“ zu finden ist für fast jeden Menschen eine echte Herausforderung. Das weiß ich aus meiner langjährigen Erfahrung als Berufs- und Laufbahnberaterin. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um die erste Berufswahl oder um eine spätere berufliche Neuorientierung handelt. Denn wenn wir uns beruflich orientieren, befinden wir uns in einer sehr komplexen Entscheidungssituation. Wir fühlen uns von unserem sozialen Umfeld und der Gesellschaft aufgefordert, richtig zu wählen. Und wir sollen die Berufswelt da draußen mit ihren vielen Möglichkeiten und lockenden Angeboten so weit wie möglich mit unserer Innenwelt in Einklang bringen.

„Von der Berufswahl zur Zufriedenheit im Beruf“ weiterlesen

Berufung oder Beruf

Fragen, die weiterhelfen

Wenn wir unseren Beruf lieben und darin aufgehen, muss dies nicht den Charakter der Berufung haben. Aber Zufriedenheit im Beruf anzustreben ist nicht nur legitim, es trägt auch dazu bei,  dass wir gesünder sind und insofern  wirkt sich berufliche Zufriedenheit insgesamt positiv auf unser Leben aus.

Das bedeutet aber nicht, dass Zufriedenheit im Beruf mit Berufung gleichzusetzen ist und dass ein jeder von uns seine Berufung finden muss, um glücklich zu sein.

„Berufung“ hat eine religiöse, spirituelle Bedeutung. Wikipedia/Berufung

Unter Berufung im religiösspirituellen Sinn wird das Vernehmen/Verspüren einer inneren Stimme verstanden, die einen zu einer bestimmten Lebensaufgabe drängt. So spricht man von einer Berufung zur Liebe und zum Leben (in Fülle), die im Herzen jedes einzelnen Menschen tief verankert ist“

Wenden wir uns also dem Beruf zu und woran Sie erkennen, was darin für Sie passt und was nicht.

„Berufung oder Beruf“ weiterlesen

Beruf oder Berufung?

Eine „fragwürdige“ Beziehung

Viele Experten fühlen sich „berufen“, Ratschläge zu erteilen, wie Sie die eigene Berufung finden. Dabei entsteht der Eindruck, Ihre berufliche Zufriedenheit hänge davon ab, dass Sie Ihre Berufung gefunden haben. Zugleich wenden sich viele Menschen, die im Beruf unzufrieden sind, an Berater und Coaches in der Hoffnung, die eigene Berufung lasse sich in zwei, drei Beratungsstunden finden und damit sei das Problem gelöst.

Nichts leichter als das – oder?

„Beruf oder Berufung?“ weiterlesen

Was bleibt? Was kommt 2016?

Von Übergängen, Brücken und Leuchttürmen

Einstieg in 2016:

Inzwischen bin ich in 2016 angekommen. Der Einstieg war etwas holprig.
Das Jahr war noch keine zwei Stunden alt, da wollte ein Teil meines Körpers das alte Jahr heftig abstoßen. Das fand der Rest von mir nicht so toll, musste aber loslassen.

Das hat den ersten Tag des Jahres ziemlich verhagelt. Und so bin ich wie oft (nomen est omen) wiedermal spät und knapp dran mit derZeit, den Artikel noch rechtzeitig zu posten. Also schnell ans Werk!

Was war 2015?
„Was bleibt? Was kommt 2016?“ weiterlesen

DIE ANDEREN BRÜCKEN

DIE ANDEREN BRÜCKEN

Du hast einen schönen Beruf, sagte das Kind zum alten Brückenbauer,
es muss schwer sein, Brücken zu bauen.

Wenn man es gelernt hat, ist es leicht, sagte der alte Brückenbauer,
es ist leicht, Brücken aus Beton und Stahl zu bauen. Die anderen Brücken sind viel schwieriger, sagte er, die baue ich in meinen Träumen.

Welche anderen Brücken? fragte das Kind.

Der alte Brückenbauer sah das Kind nachdenklich an.
Er wusste nicht, ob es verstehen würde. Dann sagte er: Ich möchte eine Brücke bauen von der Gegenwart in die Zukunft. Ich möchte eine Brücke bauen von einem zum anderen Menschen, von der Dunkelheit in das Licht, von der Traurigkeit zur Freude. Ich möchte eine Brücke bauen, von der Zeit in die Ewigkeit, über alles Vergängliche hinweg.

Das Kind hatte aufmerksam zugehört.
Es hatte nicht alles verstanden, spürte aber, dass der alte Brückenbauer regenbogentraurig war. Weil das Kind ihn wieder froh machen wollte, sagte es:
Ich schenke dir meine Brücke. Und das Kind malte für den Brückenbauer einen bunten Regenbogen.

ANNE STEINWART