Erfolge feiern

Dies ist die letzte Aufgabe in Claudia Kauscheders Minikurs zum Jahresausklang.

Ja, Erfolge zu feiern, ist ein ganz wichtiges Element, um gut für uns zu sorgen. Gerade wir Frauen vergessen das Feiern unserer Erfolge immer wieder.

Warum ist das Feiern unserer Erfolge wichtig?

Weil Feiern grundsätzlich zu unserem Menschsein dazugehört. Unser Leben ist nämlich nicht nur ein Kampfplatz. Wenn wir das Feiern unserer Erfolge vernachlässigen, werden diese zu Ergebnissen unserer Leistungsgesellschaft, der Tribut an den Homo öconomicus.

Um diesem Menschenbild nicht als vorrangig anheim zu fallen, erscheint es mir lohnenswert, meine Erfolge aufzudecken, um sie dann wertschätzend feiern zu können.

Und so ging es mir:

Als ich mich vor diese Aufgabe gestellt sah, sank mir das Herz, weil ich dieses Jahr wirklich als ein schwieriges erlebt habe. An Erfolge gar nicht zu denken.

„Wo sind sie denn? In diesem Jahr bin ich doch wirklich nur auf der Schwelle getreten. Nichts hat sich zum Positiven gewendet. Erfolge? – Keine Spur.“

Also wieder kein Artikel von mir, mit dem ich mich zeigen oder bei Challenges, Blogparaden mitmachen könnte.

Das erfüllt mich natürlich mit Traurigkeit, und Unruhe.
Nachts, aufgeweckt von unruhigen Träumen, immer wieder die Frage:
„Was treibst Du denn die ganze Zeit? Wo sind denn Deine Erfolge? – Hast Du wirklich keine? Oder geht es Dir wie vielen der Frauen, die zu Dir in die Beratung kommen: Du hast vergessen, darüber nachzudenken?“

Also gut, dann mache ich mich mal an die Denkarbeit und bitte meine Sparringspartnerin, Angelika, dazu, eine wohlwollende Zuhörerin, die mit Fragen nachhilft.

Was hattest Du für 2016 geplant?
Was hast Du durchgeführt?
Und Was hat statt gefunden bzw. ist auf irgendeine Weise gelungen?

Im März bin ich dem Aufruf von Gordon Schönwälder gefolgt, der zur Teilnahme an seinem Kurs „Werde zum Podcast-Helden“ aufgerufen hat.
Zur Heldin bin ich wahrlich nicht geboren und ich verstehe auch gar nicht, warum heute alle Helden sein wollen. Wissen sie eigentlich, wie viele Abenteuer man als Held bestehen muss? Dass es einen riesenhaften Einsatz und Mut braucht, um im besten Fall als Held hervorzugehen? Wenn die Heldentat nicht gelingt, na dann gute Nacht …
Um es gleich frank und frei auszuplaudern: Ich bin noch ziemlich am Anfang meiner „gefühlten“ Heldenreise, habe mich aber auf den Weg gemacht und habe auch schon das erste Abenteuer hinter mich gebracht, wie Sie in meinem ersten Beitrag zu Claudias jahresausklang lesen können (Verlinkung).

Inzwischen habe ich das Abenteuer bestanden. Mein Podcast wurde noch nicht vom bösen Drachen aufgefressen. Er nimmt gerade wieder Fahrt auf.

Ist das ein Erfolg, Angelika?

Na klar!
Erstes Abenteuer erfolgreich gemeistert. Das hättest Du nicht gedacht, hm?
Aber jetzt musst Du auch dranbleiben; denn die Reise ist noch nicht zu Ende und der Drache wartet schon an der nächsten Ecke.

OK, halten wir fest: Mein Podcast ist noch auf dem Weg. Erfolg Nummer eins.

Schauen wir weiter:

Anfang April startete meine Webinar-Reihe „Wissenswertes rund um Ausbildung und Studium“ in sieben Folgen.
Meine Idee dahinter war, Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern Hintergrundinformationen zu liefern, die für die Ausbildungs- oder Studienentscheidung wichtig sind. Durch meine jahrelange Arbeit in der Berufsberatung bin ich Expertin auf diesem Gebiet. In meinem Ummfeld höre ich von Eltern, die sich um die Zukunft ihrer Kinder richtig sorgen machen. Das war der Impuls für mich.
Ich wollte mit meinen Webinaren Eltern und Schüler gleichermaßen erreichen und ihnen meine Begleitung anbieten; denn Angst und Sorge sind keine hilfreichen Begleiter für gute Entscheidungen.
In den Webinaren bekommen sie etwas von mir und können mich kennenlernen. Wenn sie meine Art mögen und Vertrauen zu mir gewonnen haben, kann sich eine vertrauensvolle Beziehung entwickeln, die es möglich macht, dass sie sich mit mir zu ihrer Studien- und Beruswahl beraten wollen.
Das ist nicht gelungen. Ich habe die Zielgruppe nicht erreicht. Weder Schülerinnen noch Eltern haben an meinen Webinaren teilgenommen. Das tut mir sehr leid und stellt weitere Fragen.

Positiv zu bewerten ist, dass ich die Webinar-Reihe konzipiert und sie inzwischen zweimal durchgeführt habe.
Das ist Erfolg Nummer zwei.

Was noch? ..
Denk nach …

nichts mehr, abgesehen davon, dass ich im September eine unvorhergesehene Notoperation gut überstanden habe und noch am Leben bin. Das ist doch auch etwas oder nicht?

So, das sind meine Erfolge in 2016.
Und wie feiere ich diese nun?

„na ja, meine Liebe“, sagt Angelika, „erst einmal hast Du sie überhaupt zur Kenntnis genommen. Du kannst sie anschauen, wertschätzen und Dich daran freuen. Vorher warst Du ja noch der Meinung, es gebe gar keine Erfolge in diesem Jahr. Jetzt, da Du sie Dir bewusst gemacht und gewürdigt hast, kannst Du schauen, ob und was Du besser machen kannst.
Du kannst festhalten, was Du daraus gelernt hast und ganz sicher hast Du etwas gelernt. Das kommt in den Korb. Vielleicht sind es kleine Früchte. Das macht aber nichts. Auch kleine Früchte schmecken gut. Denk an Johannisbeeren oder Brombeeren. Die magst Du doch so gern. Obwohl sie oft sauer und klein sind, schmecken sie dir gut.
Ja, ja, Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommst Du …

Gut, ich habe verstanden:
Eine Heldin bin ich nicht, aber die Gruppe der Podcast-Helden hat mich schon mal in ihren Kreis aufgenommen und ich kann mich noch bewähren. Mal sehen, von welchen Abenteuern meiner Heldenreise ich Ihnen noch berichten kann.

Fassen wir also zusammen:

Die Webinare sind konzipiert. Ich werde sie weiterführen und anpassen, im Vertrauen auf ein bekanntes Werk des Abendlandes, dass es mindestens sieben mal sieben Begegnungen braucht, bis wir unsere Muster verändern.

Hey, hast Du nicht einmal gesagt, Du seiest keine Plaudertasche? Jetzt hast Du aber ganz schön viel vom Leder gezogen. Vielleicht bist Du jetzt mal besser wieder einb bisschen still, ehe Du noch mehr ins Schwatzen kommst.

OK, einverstanden.
Dann lasse ich jetzt meine Leserinnen zu Wort kommen.
Möchten Sie mir etwas sagen oder von Ihren Erfolgen erzählen. Nur Mut!

Zum Jahresausklang

Gut mit dem zu Ende gehenden Jahr 2016 abschließen, nebenbei noch einige Erfolge sichern und dadurch ein Stück Zufriedenheit ins neue Jahr vorausschicken, das ist das Ziel des Minikurses, zu dem Claudia Kauscheder vom Abenteuer Home-Office eingeladen hat.

In einer vorangestellten Umfrage haben sich die meisten für das Thema ausgesprochen, unfertige Projekte abschließen zu wollen.

Weil dies angesichts der verbleibenden Zeit zu ziemlichem Abschlussstress führen kann, hat Claudia eine Entscheidungsmatrix zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe wir uns erst einmal entscheiden müssen, welche Projekte uns so wichtig sind, dass wir sie abschließen wollen oder müssen. Dabei könnte uns ja auch klar werden, dass manch ein Projekt ein ziemliches Schattendasein führt, unseren Schreibtisch unnütz belagert und nur von einer Ecke in die andere verschoben wird. Ist es nicht erleichternd, wenn wir uns von diesen mitgeschleppten Ballast verabschieden?

Zur Aufgabe dieser „work in progress“ gehört es, über die Ergebnisse auf unserem Blog zu berichten. Auf diese Weise lassen wir andere an unseren Freuden und Leiden teilhaben.

Daher an dieser Stelle  der Bericht über meine Vorhaben und unfertigen Projekte, die ich sicher huckepack über die Jahresschwelle tragen werde.

Über eigene unfertige Projekte zu schreiben und dies auch noch im eigenen Blog, das befremdet und fällt mir nicht leicht. Jedoch gehört Scheitern zum Leben und wer weiß, was es an Hilfen bringt.

Wie soll nun mein 2016 ausklingen?

Was will oder kann ich noch abschließen oder wenn das nicht möglich ist, wovon will ich mich verabschieden?

Zwei Projekte liegen mir da am Herzen: Das eine ist die Überarbeitung der Website praxis-ressources.de. Sie braucht einen neuen Anstrich und muss lebendiger werden.

Das werde ich aber nicht mehr hinkriegen bis zum Jahreswechsel. Aber ich arbeite im Hintergrund daran.

Das zweite Projekt ist der Start meines Podcast und damit ist die Katze aus dem Sack; denn davon habe ich hier ja noch gar nichts erzählt.

Ja, ich will einen Podcast starten mit Interviews von interessanten Frauen, die davon erzählen, wie sie über Stock und Stein, über Berge und durch Täler zu einer interessanten Persönlichkeit geworden sind.

Ich lese gerne Biografien und höre Menschen zu, die davon erzählen, welche (Um)Wege sie gegangen sind, welche Türen sich leicht oder schwer für sie öffnen ließen und was ihnen dabei geholfen hat.

Ich merke bei mir selbst, wenn ich solchen Geschichten lausche, gehen meine Gedanken verborgene Wege und verweben sich zu neuen Ideen, ohne dass ich mich anstrengen muss.

Wenn das bei mir so ist, könnte das ja bei anderen auch so sein.

Da ich mit Frauen arbeite, die oftmals beruflich feststecken, sich aber nach Veränderung sehnen, ohne so recht zu wissen, wie oder wohin es gehen soll, könnte es geschehen, dass beim Zuhören  auch bei Ihnen so ganz leise Ideen auftauchen, locken und sich einschmeicheln.

Dann müssen diese Ideen aufgegriffen, in Form gebracht und umgesetzt werden. Dabei helfe ich gern.

Warum erzähle ich das hier in diesem Zusammenhang?

Nun, die Idee mit dem Podcast ist geboren. Aber haben Sie hier schon eine Episode gefunden?

Eben nicht, obwohl ich seit dem Sommer daran arbeite.

Und warum nicht, was ist das Problem?

Zwei Episoden habe ich aufgenommen. In der ersten wollte ich das Projekt einführen und mich vorstellen.

Diese ist missraten. Ja, sie ist wirklich missraten Und nun liegt das Ganze am Boden, weil ich doch die zweite Episode nicht vor der ersten veröffentlichen kann, nicht wahr?

„Was ist denn so schwierig daran, die erste einfach noch einmal aufzunehmen“, fragen Sie mich vielleicht etwas verwundert?

Nun, es handelt sich ja um Interviews. Also sind zwei Menschen daran beteiligt.

So auch bei meiner ersten Episode.

Ich hatte eine Kollegin gebeten, mit mir das Interview zu führen, mich zur Idee des Podcast zu befragen und so über ein Gespräch mit mir den Podcast aus der Taufe zu heben.

Anstatt dessen ist die Episode langweilig,  inhaltlich unpräzise geworden und kommt ganz bestimmt nicht als Appetizer daher.

Wenn ich sie noch einmal aufnehmen möchte, muss ich meiner Kollegin mitteilen, dass ich mit dem vorliegenden Ergebnis  unzufrieden bin, und zwar mit meinem Part, nicht mit ihrem.

Ist das nicht entsetzlich blamabel?

Es ist mir so peinlich, dass ich darüber in Stockstarre verfallen bin; denn meine Interviewpartnerin hat sehr wenig Zeit und hat sie sich für mich dennoch genommen.

Sie fragt sich sicher ohnehin, wo das Interview bleibt und wann ich damit endlich an die Öffentlichkeit trete. Ganz zu schweigen von meiner zweiten Interview-Partnerin, die ich damit ja auch im Wartestand halte.

Aber kennen Sie das? Man möchte unter die Decke kriechen und meint, damit sei das Problem aus der Welt.

Wenn ich dieses Problem nicht löse, gibt es keinen zufriedenen Jahresausklang. Das weiß ich.

Der Start meines Podcast sollte der inhaltliche Kern meines 2016 sein. Anstatt dessen klingt das Jahr aus mit dem Gefühl des Scheiterns und der Stockstarre – quasi ein verlorenes Jahr.

Das ist schwer hinzunehmen, nicht wahr, dass Peinlichkeit und Stockstarre einen Jahresinhalt zunichte machen.

Haben Sie einen Vorschlag für mich, mit dem ich noch etwas Wohlklang in den Ausklang bekomme?